Freitag, 24. Juli 2015

Tutorial: Schlupftuch nähen, fürs Kind.


Ja, wir haben Sommer. Richtig.
Aber der Herbst kommt und noch ist frau in der Elternzeit mit einem größeren Überschuss an sinnvoll verwertbarer Zeit ausgestattet. Und genügend Sommerkinder, denen wir etwas schönes zum Geburtstag schenken wollen, gibt es auch.
Also ran an die Nähmaschine. Schlupftücher sind mehr als simpel und ruck zuck genäht. Zeitbedarf: keine halbe Stunde! Ist dementsprechend ein super Anfänger-Projekt oder eins für ungeduldige Chaos-Näher...


Übrigens lassen sich hier wunderbar alte Stoffreste verwerten, alte Shirts zum Beispiel. Der blaue Jersey war mal ein T-Shirt von Opi. Zuerst aus beiden Stoffen je einen rechteckigen Streifen schneiden.


Die beiden Streifen werden rechts auf rechts (schöne Seite auf schöne Seite) aufeinander gelegt und an den beiden langen Seiten zusammengenäht.


Ein Schlauch entsteht. Jetzt wird gewendet. Die schönen Seiten liegen nun außen.


Den langen Schlauch nun einmal in der Mitte falten, sodass die offenen Enden übereinander liegen.


Als nächstes näht man nur den innen übereinander liegenden Stoff zusammen. Es wird also nur die eine, innere Öffnung zugenäht, im Beispiel grün und grün, so wie auf dem Bild zu erkennen ist:


Ja, das ist ein bisschen... doof zu nähen. Ist aber zu schaffen. Sieht nachher so aus:


Nun wird das ganze Tuch noch einmal gewendet. So, dass die rechten Seiten des anderen, bis jetzt noch offenen Stoffes, aufeinander liegen. Klingt kompliziert, erschließt sich einem aber beim Tun. Versprochen!


Jetzt liegt also blau auf blau. Wird auch zugenäht. Aber Achtung! Nicht komplett. Am Ende unbedingt eine ausreichend große Wendeöffnung von 3-4 cm lassen. Durch diese den ganzen Stoffwulst nach dem nähen zurück wenden.


Überraschung, das ganze sieht jetzt schon tatsächlich aus, wie ein fertiges Schlupftuch. Wäre da nicht dieses hässliche Loch... Macht nichts. Die offenen Seiten nun links auf links aufeinander legen und vorsichtig mit der Nähmaschine sehr knappkantig zusammen nähen. Etwas überstehende Kanten hinterher noch sauber abschneiden. Diese kleine "Wurst", bei der man die Naht sieht, liegt beim Tragen dann innen hinten unten. Sieht kein Mensch. Ehrlich.


Mission completed.