Mittwoch, 21. Dezember 2016

Last minute Verwandtengeschenk on a budget! - Bratapfel-Punsch-Gelee


So rein geschenketechnisch gehörte ich eigentlich in die Kategorie "Weiß im März schon, was sie schenken will und hat im September alles beisammen".
Dann wurde ich Studentin. Do I have to say more? Eigentlich verschenken wir im Familien und Freundeskreis immer Kekstüten mit einer erlesenen Auswahl mindestens vier verschiedener Sorten selbstgemachten Gebäcks. Näher stehende Menschen bekommen natürlich noch ein individuelles Präsent oben drauf, aber so massentauglich und damit an alle gedacht ist... Plätzchen, Makronen, Lebkuchen und so fort. Hübsch verpackt, universeller Gruß drauf, fertig. Die Geste zählt.

Nur irgendwie war in diesem Jahr weder Platz noch Zeit noch Zutatengeld für 10-12 Bleche Biovegan-Plätzchen für alle. Irgendwo stolpere ich dann über "Bratapfelgelee" und sowieso schon seit Wochen über die Kiste kleiner, schrumpeliger Gartenäpfel meiner Eltern. Ich scrolle ein bisschen durch Rezepte im Internet und finde alle irgendwie semigut. Also... einfach machen.

Sonntag, 11. Dezember 2016

Zimtschnecken, politisch korrekt.


Angefangen hat es mit dem Kürbis. Dem halben. Hatte ihn über und sonst nichts brauchbares mehr im Kühlschrank, außer einer angefangenen Kuchen-Schokoglasur. Weil mich die Laune überkommt, backe ich an einem Sonntag Abend einen Kürbiskuchen und verteile ihn in einem Anflug von grenzenloser Menschenliebe in der Gegendemonstration.

In der darauf folgenden Woche nochmal. Und nochmal. Diesmal Zimtschnecken. Politisch korrektes Demo-Fingerfood mit klebrig viel Zimtzucker-Adventstouch und Liebe.

Freitag, 9. Dezember 2016

How to be student in Hinterkaffhausen, Dezemberedition.


Ganz oft sitze ich morgens verschwitzt und schwer atmend in der S-Bahn, wühle etwas zu hektisch in meinem Rucksack und muss eigentlich schon wieder aufs Klo. Lege das Tablet auf meine Knie und gebe, noch während ich den Anschalteknopf gedrückt halte, das viel zu lange Passwort in mein schon ziemlich zerkratztes nichtmehrneues Smartphone ein. Lese eine Nachricht, öffne reflexartig Facebook. Gebe ein anderes, viel zu langes Passwort in das Tablet ein und öffne ein leeres Word-Dokument. Der Cursor blinkt, hässlich grinst die leere weiße Seite. Ach komm, denke ich betont motiviert, nutze die fünfundzwanzig Minuten Pendlerweg sinnvoll! Lese eine Messenger-Nachricht und muss sie umgehend beantworten. Scrolle noch einmal kurz durch meinen Newsfeed und... oh, Hauptbahnhof. Schließe das leere Word-Dokument im Tablet. Hupsi.

Unwort der Tage: Smombie. Smartphone-Zombie. Zeitvertrödelnde Wischerin, tippend nicht im Bus festhalten können. "Oh, äh, 'tschuldigung, wollte sie nicht umarmen....".
Und plötzlich ist auch noch Dezember. Sehe die offenen Weihnachtsmarktbuden in der Dresdner Innenstadt schon eher bei Instagram als in der Realität. Oh society, what have you done to me...
Vor dem Hörsaalzentrum genehmige ich mir einen Glühwein, mittags, kann mich danach besser auf die Mathedidaktik konzentrieren. Echt.