Dienstag, 15. März 2016

Kochen mit dem Saisonkalender, Sieben.



In letzter Zeit hänge ich wieder vermehrt abends über dem Tablet. Gönn dir. Bis weit nach null Uhr. Damit dann morgens im Kindergarten wieder mitleidig bemerkt wird: "Du siehst aber auch nicht gut aus. Wirst doch hoffentlich nicht krank?" Nein. War spät. Jedenfalls. Scrolle ich so herum, durch hippe Mütter-Blogs, Pinterest, hippe Mütter-Blogs, Yoga-Channel, Facebook-Gruppen, hippe Mütter-Blogs, ... . Hundert Inspirationseindrücke kulminieren in diesem Mittagessen.
Es ist alles: vegan, regional, saisonal, gesund und lecker, Babybrei, low fat, vollwertig, optisch (noch) ansprechend(er, hätte frau Tageslichtlampen, eine bessere Kamera und anderes teures Profi-Blogger-Equipment. Eine hellere Wohnung würde aber auch schon reichen). Also:

Möhren-Pastinaken-Püree mit Hafer-Lauch-Bratlingen und Feldsalat.
Mmmh.

Außerdem ist es einfach. Wirklich einfach. Und wenn man, wie wir, das gängigste Gemüse der jeweiligen Saison sowieso im Haus (oder in Omas Garten) hat, muss man noch nicht einmal einkaufen fahren.

Das Püree:
Möhren und Pastinaken schälen, schnibbeln und weich kochen. Kochwasser mit Hafermilch ersetzen und Pürierstab hineinhalten. Et voilá. Die Pastinake hat von sich aus einen sehr kräftigen, süßlichen Eigengeschmack, der mit Möhren in Kombination richtig lecker ist. Viel salzen und pfeffern muss man also nicht.

Die Bratlinge:
Auch ganz schnell. Feine und grobe Haferflocken zu gleichen Teilen in eine Schüssel geben, mit heißem Wasser begießen und ein wenig aufquellen lassen, sodass daraus ein fester Brei entsteht. Den Lauch in dünne Ringe schneiden. Das Möhrenkraut waschen und hacken. Beides unter den Brei heben. Mit Salz, Pfeffer und Muskat (ja!) würzen. Mit dem Löffel Häufchen in eine Bratpfanne setzen und breit drücken. Ab und zu wenden. Wenig Öl benutzen. Wegen dem low fat.

Das Grünzeug:
Waschen. Teller.
Wer mag, darf den Salat natürlich auch mit Zitronensaft anrichten. Oder mit Balsamico. Oder so.