Samstag, 21. Mai 2016

Kochen mit dem Saisonkalender, Elf - Quinoa-Salat mit geschmorten Mairübchen, Spargel, Cashews und veganem Frischkäse.


Kann ich eigentlich so stehen lassen. Diese überaus detaillierte Überschrift, diese überaus aussagekräftigen Fotos und... ja. Bitteschön. Unfold your creativity.

Das war zumindest meine Ausgangssituation. Haarkleiner Unterschied: ich durfte das Gericht auch essen. Im Restaurant nämlich. In einem ganz schön gehobenen noch dazu (merkt man doch schon an den "geschmorten Mairübchen" - oho!). Und weil ich mich da so furchtbar stilvoll und distinguiert und gleichzeitig healthy-vegan-fit gelifestyled gefühlt habe und weil das Essen ja obendrein echt was her macht, so gesund und vegan und fit und ökobiosaisonal... dachte ich, ich koch das mal nach.

Genau. Für alle elaborierten Menschen und für das nächste Hipster-Date:

  • Bio-Saisonsalat vom Wochenmarkt (in der Realität preisreduzierter, angedrückter Salatkopf mit braunen Rändern im Discounter)
  • Fair-Quinoa aus dem Bioladen (echt!)
  • 4-7 Stangen Spargel, die mir unverhofft eine liebe Freundin auf den Hörsaaltisch legte. Hätte sie küssen können! 
  • 2 Mairübchen, ebenfalls Bio, blöderweise aus Italien importiert. Naja, geht noch.
  • Paprika, nichtbio und nichtsaisonal, regional sowieso schon gleich gar nicht - ist wegen der tollen Farbgebung aber mal so hinzunehmen
  • eine Tüte Cashews, aus dem Küchenschrank, hat ein Couchsurfer hier vergessen
  • veganer Frischkäse, jetzt endlich auch in deinem Supermarkt!
  • Schnittlauch und Lauchzwiebeln aus eigener Ernte - beste Ökobilanz weil mit Wärmflaschenwasser gegossen
Zuerst den Spargel schälen. Mutti sagt: Spar nicht beim schälen, du ärgerst dich nur hinterher! Recht hat sie. Großzügig schälen, sonst ist der Spargel nachher komisch faserig und schmeckt holzig, wie in der Schulkantine früher. Danach in kurze Stücken brechen. Kochen muss er auch eine ganze Weile: 25 Minuten einplanen.
Währenddessen den Quinoa aufkochen und quellen lassen, das steht alles so auf der Verpackung drauf. Und die Mairübchen schälen, schneiden und "schmoren". Darunter habe ich anbraten verstanden. Ich hoffe, das war richtig. Und weil es effizienter ist, kommen die Cashews auch gleich mit in die Pfanne.

In eine Schüssel den Salat und die Paprika schneiden. Die Lauchzwiebeln und den Schnittlauch auch. Dazu kommen Mairübchen und Nüsse, später dann der Quinoa und der weiche Spargel. Gut durchrühren und mit Salz und Pfeffer ein wenig abschmecken. Auf Teller oder - Instagram-tauglich! - in eine Bowl drapieren und mit einem Teelöffel veganen Frischkäse abstechen und dekorativ nachlässig auf den Salat setzen. That's it.