Montag, 20. Juni 2016

Kochen mit dem Saisonkalender, Dreizehn - authentischer Holunderblütengelee.


Es ist dreiviertel Elf, ich muss noch duschen und morgen gegen 6 Uhr aus den Federn kriechen. Es ist außerdem noch Montag und ich habe das dringende Verlangen nach Wochenende. Und trotzdem. Weil Nö, weil Kontra, weil immerausprinzipdagegen: Es gibt noch Holunderblüten da draußen. Wenn man ganz leise ist, kann man sie winseln hören. Die wollen nämlich alle Gelee werden. Echt.
Hier ist ein super simples, schnelles Tessa-Studenten-Rezept, ohne unnötige Geschmacksverfälscher, für das nächste Sonntagsfrühstück!

Ich mag diese süßen Gelees nicht, bei denen man nur noch vage erahnen kann, dass sie irgendwann einmal an Holunderblüten vorbei gelaufen sein müssen. Gelees mit Apfelsaft. Mag ich nicht. Ich wollte echten Geschmack, ganz authentisch. Und ich denke, das ist mir gelungen...



You will need:

  • 20 Holunderblütendolden. Oder so. Davon alles, nur nicht so viel grün. Und am besten ungewaschen: Der Blütenstaub ist der Haupt-Aroma-Träger. Unter dem Wasser wird er abgespült, das wäre schade.
  • 1 Pck. Gelierzucker (Geliermittel ist bei den gängigen Sorten Pektin, das ist vegan)
  • Wasser (so viel, wie laut Packungsanleitung an Flüssigkeit dazu muss)
  • 1 Bio-Zitrone


Los geht's: Die Blüten in einen Topf legen und mit Zitronenscheiben dekorieren. Wasser abmessen und aufgießen. Deckel zu. 24 Stunden ziehen lassen.

Durch ein Küchentuch am folgenden Tag die Flüssigkeit abgießen. Wenn man zwei ähnlich große Töpfe hat, ist man hier deutlich im Vorteil - ich war das nicht und habe fürchterlich herumgekleckert. Nunja. Ruhig Blüten und Zitronen gut ausquetschen. Für die Optik dann ruhig wieder einige Blüten hineinwerfen. Für ein Instagram-Foto zum Beispiel...

Schließlich und endlich die Flüssigkeit mit dem Gelierzucker aufkochen und sich dann nach den Anweisungen richten, die auf der Gelierzucker-Packung stehen. Heiße Masse in Gläser füllen, sofort verschließen und auf den Kopf stellen. Die Gläser. Auf den Gläser-Kopf. Also auf den Deckel.

So bleiben sie weitere 24 Stunden stehen, bevor frau sie herumdrehen und mit liebenswerten Etiketten verzieren kann.


Und weil ich mir sooooo viel Mühe mit den Etiketten gegeben habe (und dafür den Uni-Hefter an die Tischkante geschoben) und weil ich so ein Fan von "Freebies", "kostenlosen Printables" und solchem Profi-Blogger-Zeug bin und weil ich so gern auch dieses Blogger-Business mitspielen möchte...

...gibt es gratis und völlig kostenlos zum freien, individuellen Download wunderschön unprofessionelle Freebie-Printable-Holunderblüten-Etiketten. Für euch. Von mir. Und zwar hier:


Hach, fühlt sich gut an, diese Profi-Blogger-Attitüde.
Jetzt gehe ich aber duschen.