Sonntag, 30. April 2017

April, April, ich weiß ja was ich will: Streuselkuchen mit Kaffee und sonst nur leben.


Nach dem vermurksten März-Praktikum beginnt der April tröstlich monoton in langen Uni-Fluren und überfülltem Campus-Nahverkehr.
Nur draußen und im Kopf ist April. Morgens ist es grau und windig, ich male einen bunten Farbkreis aus Schul-Patina und bin so sagenhaft pädagogisch motiviert, dass ich in der Pause die Telefonnummer der Freien Alternativschule Dresden googele, um nach einem freiwilligen Praktikum zu fragen. Mittags bricht die Sonne durch die Wolken. Ich höre Perspektivrahmen und Bildungsstandarts und Unterrichtsplanung und bin so schrecklich müde, dass ich mir im einschlafen den Stift in die Wange bohre. Huch, aua. Im prallen Sonnenschein wechsel ich das Gebäude, die Fakultät, mich. Halte Augenringe ins Frühlingslicht, am Fenster des Seminarraums im Germanistik-Gebäude. Habe mit einem mal das Gefühl, hier richtig zu sein. Hier hin zu gehören, zur angewandten Sprachwissenschaft, zur Theorie der Wörter. Das ist meins, denke ich. Genau das. Spreche es aber nichts aus. Sprache schafft Wirklichkeit.