Wer bloggt hier?

Ich heiße Tessa. Nicht wirklich, aber alle nennen mich so.
Ich wurde Mitte der 90er Jahre geboren und mein Heimatdorf in der Sächsischen Schweiz zählt gerade so 300 Einwohner. Als mittlerweile überzeugtes Kaffkind wohne ich auch immernoch hier und kann mir ein Stadtleben einfach nicht vorstellen und klebe fest wie alter Kaugummi in Kinderhaaren. Wäre gern kosmopolitische Spielplatzpilgerin, die nicht nachts mit 120 ein schlafendes Kind nach städtischen Filmabend-Eskalationen über Landstraßen nach Hause fährt. Die Stadt und ich... Das ist eine seltsame Hassliebe. Ein Nicht-ohne-Einander-nicht-Miteinander. Sie umhüllt mich, reibt mich auf, spuckt mich unsanft auf Asphalt und nur das stille Kornfeld kann meine Wunden pflegen.

Äh. Jedenfalls.
Dieser Blog entstand aus einer Laune heraus, Sonntag Nachmittag, Regenwetter. Aus der Liebe zu Wörtern und zu darin verpackten Alltagsbeobachtungen und weil Schreiben schon immer mein Yoga ist, meine Selbstverortung, meine Kunst. Das ist fünf Jahre her. Ich habe mich entwickelt. Das hier enthält auch eine Chronologie (m)eines Heranwachsens, neben viel unrelevantem Krempel. Ein öffentliches Kritzelbuch.

2013 bin ich Teeniemutter geworden. Jenseits aller Klischees und Stereotypen. Vielleicht ein bisschen zu sehr linksalternativökospießerhippieintellektuell. Ich bin alleinerziehende Supermum auf dem Weg zum Lehramts-Staatsexamen, multitaskingfähig und mehr oder weniger gut organisiert-chaotisch.
Ein Jahr später hatte ich ein kurzes Intermezzo als Jugendbuch-Autorin mit unfassbar schlechtem Jugendroman-Debüt. Kurz darauf musste der Verlag Insolvenz anmelden und glücklicherweise blieb mir vom Schriftstellerin-Dasein nur mein Autorenexemplar ganz hinten im Bücherregal.

Außerdem mag ich Essen. Essen und Selbermachen - und das bitte möglichst ohne großen Aufwand, einfach, günstig (aber mit Nachhaltigkeits-Bio-Anspruch!) und direkt. Ich gehe meistens eher planlos und mit Bauchgefühl an äh... kreative Schöpfungen heran und möchte das gern ein bisschen weitergeben. Das tut gut, mal einfach "zu machen".
Seit Beginn dieses Blogs ernähre ich mich vegetarisch, mittlerweile in logischer Weiterentwicklung vegan, Foodsharing-Käsebrötchen und Muttis Eierschecke ausgenommen. Essen ist auch sowas wie Yoga. Küchenkunst ist Perfomancekunst, Selbstverwirklichung und Erfüllung! Die Rezepte sind ein Ausdruck meiner emotionalen Bindung zu Herd und Backofen.

Und die Musik? Begleitet mich ständig. Die Kamera auch.

Viel Vergnügen!